"Wir würden gerne bleiben!"
Zur besten Reisezeit machten sich auch in diesem Jahr wieder Bewohner des Alten- und Pflegeheims St. Josef gemeinsam mit fünf Betreuern aus Pflege und Sozialdienst auf, einmal Urlaub vom Einrichtungsalltag zu genießen. Nach der erfolgreichen Reise im letzten Jahr, die einige ältere Herrschaften an das holländische Meer führte, war in diesem Jahr das Ziel Berka an der Werra im schönen Thüringen.
Mitreisende waren im Haus wieder einmal schnell gefunden: Sowohl Rollstuhlfahrer als auch leicht demenziell erkrankte Menschen gehörten der gutgelaunten Reisegruppe an.
Weil besonders das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Geselligkeit im Vordergrund der Reiseplanung standen, wurde als Unterkunft nicht ein Hotel gewählt, sondern ein ganz neu angelegtes Dorf mit robusten Holzhütten, in dem die Urlauber gemeinsam mit den Pflegekräften ihre Tage und Nächte verbringen konnten.Diana Henkes vom Sozialdienst des Josefshauses hatte diesen Ort bewusst gewählt: „Durch gemeinsames Erstellen der täglichen Mahlzeiten wollten wir uns ganz unabhängig machen." Mit Erfolg: Besonders bei den abendlichen Runden am Grill machten die älteren Herrschaften die Nächte zum Tag und schwatzten bis kurz vor Mitternacht. „Wir konnten schön beobachten, wie unsere Bewohner schnell ihren Alltag abstreiften und sich ganz dem neuen Urlaubsrhythmus anpassten!" so Henkes.
Jeden Tag nach dem Frühstück machte sich die kleine Mannschaft auf, die Umgebung zu erkunden. Besonders die langen Spaziergänge an einem nahe gelegenen See und durch den Schlossgarten einer alten Ruine werden den Damen und Herren noch lange in Erinnerung bleiben. Doch nicht nur für die Bewohner war die Reise etwas ganz Besonderes. Auch für die Mitarbeiter ist es eine Möglichkeit, die Senioren einmal ganz anders kennen zu lernen als im Heimalltag. Der junge Pflegehelfer Michael Mauer war schwer beeindruckt, wie lustig es mit den Bewohnern so zugeht. Das größte Kompliment kam dann am Ende der einwöchigen Reise von den Bewohnern selbst: Hildegard Braun (83) brachte es auf den Punkt: „Gerne würden wir noch viel länger bleiben!"
Mehr Informationen erhältlich unter 0 26 02 / 67 00 – 0
Text: Annika Belgrath







