Nutzen des Sozial- und Gesundheitssystems beim Symposium der Maria Hilf Gruppe auf dem Prüfstand
Die Frage nach der Vereinbarkeit von Wirtschaftlichkeit und Nächstenliebe stand im Mittelpunkt des Symposiums der Maria Hilf Gruppe am 06. April 2011. Unter dem Motto „Du sollst Deinen Nächsten lieben…… aber erst nach Nutzenanalyse?!“ diskutierten auf Schloss Montabaur hochrangige Vertreter aus Politik, Kirche, Medizin und Wirtschaft.
Zum Auftakt der Veranstaltung betonte Schwester Simone, Provinzoberin der Armen Dienstmägde Jesu Christi, „es gelte, das Leben in seiner Vielfalt anzunehmen und die Gleichheit der Würde aller Menschen zu achten“. Sie stellte die zentrale Frage, wie Wirtschaftlichkeit vor dem Horizont der Nächstenliebe gelingen könne. Eine Frage, die im Laufe des Tages von rund 300 Experten diskutiert wurde.
„Wer soll das bezahlen“? Mögliche Lösungsansätze zur Finanzierung des Gesundheitssystems erörterte der Hauptredner Professor Aloys Prinz von der Universität Münster. Den medizinischen Fortschritt betrachtet Dr. Ulrich Roppel, Abteilungsleiter a.D. als den wesentlichen Kostentreiber. Es müssten Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit sich eben dieser Fortschritt zukünftig kostensenkend auswirken könne.
Weihbischof em. Franz Grave im Bistum Essen stellte in der anschließenden Podiumsdiskussion klar, dass „wirtschaftliche Aspekte nicht beiseite geschoben werden könnten“. Untermauert wurde diese Ausführung von Alfons Donat, Geschäftsführer der Maria Hilf Gruppe, der es als wichtigsten Auftrag der Gruppe betrachtet, Menschen zu helfen - und dies im Einklang mit ökonomischem Handeln zu bringen. Verdeutlicht wurden außerdem das Thema der Prävention, z.B. durch die Schaffung gesundheitsfördernder Bedingungen am Arbeitsplatz, und die sektorenübergreifende Vernetzung.







